
Michelle
Defibrillatordrohne
Jedes Jahr sterben tausende Menschen an einem plötzlichen Herzstillstand, weil der Rettungsdienst zu lange braucht und kein Defibrillator in der Nähe ist. In ländlichen Gebieten oder abgelegenen Orten zählt jede Minute, doch oft gibt es keine schnelle Lösung.
Projekt Thema: Entwurf einer Drohne
Dauer: 5 Monate
Kontext: Gruppenarbeit, Universität
5%
So viele Herzstillstandsopfer werden außerhalb von Krankenhäusern mit einem Defibrillator behandelt. Bei einem Herzstillstand entscheidet jede Sekunde über Leben und Tod. In schwer zugänglichen Regionen kommt deshalb oft jede Hilfe zu spät. Flächendeckend verteilte Drohnen mit integriertem Defibrillatoren können dieses Problem lösen.

Konzept: Drohne mit integriertem Defibrillator

die Lösung
flächendeckend Drohnen mit Defibrillatorpackage
Skizzen
Die Form der Drohne wurde sowohl durch die technischen Anschlüsse an den Füßen als auch durch die klare Funktionstrennung bestimmt. Sie sollte sich leicht von ihrem Package lösen lassen, und die Designsprache sollte diese Trennung deutlich zum Ausdruck bringen.



2
3
Designänderungen:
weglassen von Kamera
stetiger Übergang der Arme in den Körper
Trennung von Flugkörper und Box
1
Design
Ein reduziertes Design schafft Vertrauen und erleichtert die Orientierung im Notfall. Die oberhalb der Drohne montierte Box transportiert ausschließlich einen Defibrillator. Rotes Signal unten sorgt für Sichtbarkeit, kühles Blau oben wirkt beruhigend, ein klares Farbsystem für Sicherheit in Ausnahmesituationen.


Formen
organisch
zurückhaltend
regelgeometrisch
intuitiv
Farben

angenehm
hell
modern
signalisierend
Umsetzung
Neben der konzeptionellen Ausarbeitung und dem gestalterischen Design war auch die praktische, funktionstüchtige Umsetzung ein zentraler Bestandteil des Projekts. Dazu gehörte insbesondere die Programmierung einer kalibrierten Fernsteuerung, die präzise auf die Maße und Flugeigenschaften der Drohne abgestimmt wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der konstruktiven Umsetzung mit einer durchdachten und übersichtlichen Verkabelung der elektronischen Komponenten. Diese wurden so integriert, dass eine zuverlässige Funktion sowie eine einfache Wartung gewährleistet sind. Der austauschbare Akku ist gemeinsam mit der Elektronik über eine magnetisch befestigte Serviceklappe zugänglich, wodurch ein schneller Zugriff für Wartungs- oder Austauschzwecke ermöglicht wird.


Abflug
Die Steuerungssoftware wurde vollständig in Visual Studio entwickelt. Gesteuert wurde die Drohne über einen Xbox-Controller, dessen Eingaben direkt in Flugbewegungen umgesetzt wurden. In einem geschützten Drohnenkäfig ließ sich das System erfolgreich erproben und feinjustieren. Beim finalen Testflug wurden letzte Kalibrierungen vorgenommen.
Dann hebte „Michelle“ ab.

Steuerung: mittels Xbox-Controller
